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Gelungener Auftakt der Tour:

Presse-Gespräch und Aktion am 27. August bei Kitzingen

Bild zur Aktionstour gegen den Gen-Mais

Den Auftakt der Aktionstour für ein Verbot von Gen-Mais bildete eine spektakuläre Aktion in Fröhstockheim bei Kitzingen (Karte) – an den bisher einzigen Feldern, auf denen der Gen-Mais MON 810 kommerziell in Bayern angebaut wird. Vom Rand eines Gen-Feldes ließen wir tausend gelbe Ballons als Gen-Pollen aufsteigen. Eine große Seehofer-Figur versuchte sie mit einem Netz einzufangen - vergebens. Dahinter entrollten wir das Transparent: „Gen-Mais: Nur ein Verbot schützt!"


Bus

Gen-Pollen fliegen vom Gen-Mais-Feld auf: Nur ein Verbot schützt, Herr Seehofer!


Pressekonferenz mit:

Manfred Hederer, Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bund e.V.

Thomas Dosch, Präsident von Bioland

Eberhard Räder, Vorstandmitglied Naturland Bayern


Unser Bericht aus Kitzingen

Von Stefanie Hundsdorfer

27. August 2008: Bereits um kurz vor sechs kriechen wir aus den Betten der Jugendherberge, in der wir heute übernachtet haben. Schnell einen Happen zum Frühstück - und schon geht es los: Im Tourbus an den Rand eines der wenigen Gen-Mais-Felder, auf denen in Bayern kommerziell Gen-Mais angebaut wird.

Hier soll heute unsere Auftaktaktion für unsere Aktionstour gegen Gen-Mais durch Bayern steigen: 1000 gelbe Luftballons möchten wir vom Rande des Gen-Mais-Feldes aufsteigen lassen. Diese Luftballons sollen die Gen-Pollen symbolisieren, die über 100 Kilometer weit fliegen und die gentechnikfreie Landwirtschaft verunreinigen. Eine große Seehofer-Puppe auf Stelzen soll versuchen, die Pollen mit einem Fliegennetz einzufangen. Natürlich vergeblich. Denn vor Gen-Mais schützt nur eins: Ein Verbot. Zeitlich vor dieser Aktion möchten wir ein Pressegespräch zum Thema Gen-Mais abhalten.

Wenig später stehen wir auf einem Feldweg - ringsrum überall Maisfelder. Gleich nebenan auch das Gen-Mais-Feld. Das Wetter scheint es gut mit uns zu meinen. Die Sonne kündigt sich über den Feldern an, es scheint ein sonniger Tag zu werden. Und auch die Polizei meint es gut mit uns: Wir dürfen weiter ans Gen-Mais-Feld ran, als gedacht. Und dennoch: Bevor die Aktion steigen kann, müssen wir noch einiges schaffen: Wir müssen 1000 Luftballons mit Helium füllen und in einen 35 Meter langen Schlauch packen, den wir auf dem Feldweg befestigen. Ob wir das bis 10:30 schaffen? Drei Stunden haben wir noch Zeit.


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1000 Luftballons zu befüllen: Vorbereitung der Aktion.


Bus

Helium in die Ballons: Damit die Gen-Pollen fliegen!

10:00 Uhr: Alles paletti, die Luftballons sind befüllt und im Plastikschlauch zur Aktion bereit. Auch dank der vielen Helfer/innen aus der Region. Und auch die Anlage und Tische für das Presse-Gespräch, die Luftballons, das Transparent, der Tisch mit den Getränken stehen. So langsam trudeln die ersten Journalisten und Besucher/innen ein. Und auch Stelzen-Läufer Christof ist inzwischen eingetroffen.

10:30 Uhr: Vor rund fünfzig Besucher/innen beginnen wir unser Presse-Gespräch. Thomas Dosch, Präsident von Bioland, Manfred Hederer, Präsident des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes sowie Eberhard Räder, Vorstandsmitglied von Naturland Bayern und Bio-Landwirt aus der Region Unterfranken, geben Hintergrundinformationen zum Gen-Mais-Anbau in Deutschland. Journalisten von ddp, dpa, bayrischem Rundfunk sowie zahlreiche Lokal-Journalisten sind anwesend.

Pressegespräch

Manfred Hederer, Eberhard Räder, Thomas Dosch und Stefanie Hundsdorfer (von links) im Presse-Gespräch.

11.00 Uhr: Wir starten die Aktion: Rupert schneidet langsam den Plastikschlauch auf, in denen die Luftballons sind. Christof läuft als großer Herr Seehofer auf Stelzen nebenher und versucht, die Pollen mit dem Fliegennetz einzufangen. Ein eindrückliches Bild: Die gelben Luftballons steigen aus den sonnendurchfluteten Mais-Feldern in den blauen Himmel empor!


Bus

Ein Großteil der Pollen entschlüpft: Vor Gen-Mais schützt nur ein Verbot.


Ballons

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Folgende Organisationen unterstützen die Aktion:

Biokreis BOLW Bioland DNR keine gentechnik Zivilcourage BUKO AGRAR Schrot und Korn Münchner Umweltinstitut Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bund Mellifera e.V. Bantam Naturfreunde Grüne Liga Jugendorganisation Bund Naturschutz Ökostadt Rheinland Ekoconnect Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. Fruitlife INKOTA Netzwerk e.V.